Medien

Proben in der HALLE 424 // GEWALTAKT

Auch für das Projekt GEWALTAKT probte ensemble reflektor im Frühjahr 2017 in der Halle 424 mitten im Herz der des Hamburger Oberhafens. Seit 2015 ist die Halle der Probenraum, Rückzugsort, Wohnzimmer und Lieblingskonzertsaal des Orchesters.

Die Halle 424 wurde in den 1950er Jahren als Teil von Deutschlands größter Stückgut-Umschlaganlage gebaut und trotzt seitdem allen Sturmfluten. Seit 2014 bietet das Industriedenkmal künstlerischen Projekten Zuflucht. Als Veranstaltungsort für Klassik- und Jazzkonzerte wirkt die Halle an der Transformation des Oberhafens zum Kreativquartier mit. Neben dem Hamburger Kammerkunstverein, der einmal im Monat ein Feierabendkonzert veranstaltet, und der HamburgJazz gGmbH, die einmal im Monat ein mit internationalen Künstlern besetztes Jazzkonzert veranstaltet, ist ensemble reflektor das dritte Kollektiv, das zum integralen Bestandteil der inhaltlichen Arbeit der Halle 424 gehört. Als Ensemble in Residence der Halle 424 führt ensemble reflektor jährlich zwei bis drei zehntägige Orchesterprojekte dort durch, zu denen eine intensive Probenphase, einMusikvermittlungsprojekt und ein Konzert in der Halle gehören.

Wie bei jedem Projekt, hatte auch hier Selma Brauns, Geigerin des Ensembles, ihre Kamera im Gepäck und nutze die Probepausen um die außergewöhnliche Atmosphäre der Halle 424 einzufangen.

 


 

extended#2 mit Malte Schiller // Ein Film von Andreas Kessler

Im Herbst 2016 lud ensemble reflektor den Jazz-Saxophonisten Malte Schiller und seine Band dazu ein, eine gemeinsame Konzerthälfte im Rahmen der Reihe ensemble reflektor_extended zu gestalten.

Malte Schiller erzählt über seine Inspiration zu den Kompositionen, die er gemeinsam mit  ensemble reflektor erarbeitet und zur Aufführung gebracht hat.

"Im Verlauf der Geschichte des Jazz hat sich die Art und Weise der Kompositionen stark verändert. Durch den Einfluss der klassischen Musik, vor allem im Bereich der Bigbands und großen Ensembles, entstand die Form des ‚Cellular Composing’, also die Entwicklung und Verarbeitung von Motiven in Themen und Phrasen. Bob Brookmeyer, Gunther Schuller und John Hollenbeck sind in den letzten Jahrzehnten prägende Komponisten und Arrangeure aus dem Bereich der Jazz-Musik, die diesen Gedanken verfolgen und mit unterschiedlichen Ensembles umsetzen. In ihrer Arbeit haben sie kontinuierlich dafür gesorgt, dass die Grenzen zwischen Improvisation und Komposition aufgeweicht oder gar ganz aufgelöst werden und sich zu einen neuen facettenreichen Organismus zusammenfügen. Mit meiner Musik für ensemble reflektor und das Malte Schiller Quartett möchte ich versuchen, diesen Weg weiter zu gehen."

Gefilmt wurden die Proben und das Konzert im Hamburger Traditionsclub Gruenspan von Andreas Kessler.

 


 

MUVE von JULIA SCHWENDNER // TRANSFOMATION

ensemble reflektor_TRANSFORMATION, dessen Titel an die derzeitige Transformation der europäischen Gesellschaft durch die Immigration von Geflüchteten angelehnt ist, war das erste von mehreren Projekten und bildete den Grundstein für eine langfristige Arbeit des Ensembles mit Geflüchteten, insbesondere aus Syrien und anderen orientalischen Ländern. 

Gemeinsam mit der syrischen Band SYRIAB widmete das Orchester einen ganzen Tag nur dem Dialog mit geflüchteten Musiker*innen, Tänzer*innen und Familien: in Workshops, beim Kochen, Tanzen und Feiern gelang eine außergewöhnliche Begegnung zwischen dem Ensemble und syrischen Kindern und Erwachsenen.

Julia Schwendner, eine Hamburger Fotografin, hat den Tag mit der Kamera begleitet. Mehr über Julia findet ihr hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Ein Film über ensemble reflektor // extended#1

Mit dem offiziellen Gründungsprojekt von ensemble reflektor im Herbst 2015 gelang der erste Schritt in die Öffentlichkeit als neues Orchester. Das Projekt bildete zugleich den Auftakt zu der Reihe extended, bei der das Ensemble befreundete Künstler einlädt und eine gemeinsame Konzerthälfte gestaltet. So gastierte bei extended#1 Tanja Tetzlaff mit Schumanns Cello-Konzert. Außerdem stand mit der Eroica noch ein für das Ensemble entscheidender Name auf dem Programm: Beethoven. Den Gründergeist eingefangen hat Andreas Kessler, ein junger Filmschaffender, der bereits mehrere Filme über klassische Musik und verschiedene Künstler gedreht und produziert hat.